Sonntag, 18. September 2016
Ankommen
chepi, 17:41h
Mit etwas Verspätung kommt der erste Bericht, aber Internet ist auf Reisen immer so eine Sache – entweder man hat es, oder man hat es nicht. Und ich hatte viele Sachen nicht, unter anderem mein Gepäck, als ich morgens früh um drei Uhr den Flughafen in Antananarivo verließ. Das stand noch in Nairobi, ich wurde aber beruhigt, es würde höchstwahrscheinlich im Laufe des Tages, spätestens jedoch im Lauf der Woche ankommen. Na dann. Meine größte Sorge in dem Moment war, ob ich jetzt ohne Schlafanzug ins Bett fallen sollte.
Es lief dann aber doch besser, als geplant. Am nächsten Morgen, als ich immerhin schon etwas geschlafen hatte und somit wieder mehr Energie hatte, lief ich durch die halbe Stadt zum Flughafen. Ein Spaziergang, der mich viel zum Thema madagassisches Essen lehrte, aber dazu später mehr. Und am Flughafen hieß es, dass mein Gepäck tatsächlich unterwegs sei und ich es in einer Stunde abholen könne.
So weit, so gut, so blieb mir also eine Stunde, um mich langsam an das Essen hier ranzutasten. Überall auf der Straße gibt es Straßenküchen, wobei Küche wohl eher übertrieben ist. Chicken Wings scheint eine madagassische Erfindung zu sein, überhaupt das Frittieren. An Ständen überall auf der Straße steht Essen. Was genau es ist, kann man nicht erkennen, da das meiste einfach durchfrittiert wurde. Mal sieht man Hühnerbeine- und Flügel, mal sind es Bananen- und Ananasstücke, dann gibt es wieder kleine Küchlein. An die wagte ich mich auch ran, die sogenannten mofo gasch, kleine Reismehlküchlein. Sie schmecken ein bisschen wie meine Pfannkuchen, zu viel Öl und etwas angebrannt, aber insgesamt sehr lecker. Außerdem probierte ich Bananenbrot, ein Teig mit Banane, der, wie hätte man es anders erwartet, frittiert und anschließend in Sesam gewälzt worden war.
Da zum Essen noch einiges folgen wird (so nehme ich an), werde ich noch einmal beschreiben, was ich eigentlich die nächsten Monate mache. Hier in Madagaskar besuche ich Tanja Hock, eine deutsche Hebamme, die mit ihrem Hebammenmobil Schwangerenbetreuung an verschiedenen Standorten in der Stadt durchführt. Sie finanziert sich hauptsächlich aus Spenden und versucht durch ihre Arbeit einem Problem vor Ort Herr zu werden: Junge Frauen, die ihre Neugeborenen in den Müll werfen. Hier werde ich zwei Wochen lang zuschauen und mithelfen, und hoffentlich viel lernen. Das Projekt von Tanja ist eingebunden in ein größeres Projekt, der Mobilen Hilfe Madagaskars, zu dem noch andere Bereiche wie die Buschärzte gehören. Unbedingt mal reinschauen: mobile-hilfe-madagaskar.de
Danach fliege ich nach Äthiopien. In Äthiopien verschiebt sich dann mein Schwerpunkt von Vorsorgen zu praktischer Geburtshilfe. Dort werde ich in Attat, einem Ort ca. 170 km (was 3,5 Fahrtstunden entspricht) von Addis Abeba entfernt, in einer geburtshilflichen Klinik arbeiten. Es finden dort jedes Jahr etwa 3500 Geburten statt, außerdem 800 Sectios. Äthiopien hat eine der höchsten Mütter- und Säuglingssterblichkeiten weltweit, außerdem natürlich mit Problemen wie HIV und Hepatitis B, aber auch Unterernährung und Mangelernährung, schwieriger Verhütung etc. zu kämpfen. Die Klinik wird von Missionsärztlichen Schwestern geleitet, die dort schon seit vielen Jahrzehnten arbeiten und Gutes tun. Seit kurzer Zeit sind auch weitere Frauenprojekte an die Klinik angebunden, in der Frauen beschäftigt werden. Auch diese Klinik hat auf jeden Fall Aufmerksamkeit und Spenden verdient, daher klickt euch mal rein: attat-hospital.de
Es lief dann aber doch besser, als geplant. Am nächsten Morgen, als ich immerhin schon etwas geschlafen hatte und somit wieder mehr Energie hatte, lief ich durch die halbe Stadt zum Flughafen. Ein Spaziergang, der mich viel zum Thema madagassisches Essen lehrte, aber dazu später mehr. Und am Flughafen hieß es, dass mein Gepäck tatsächlich unterwegs sei und ich es in einer Stunde abholen könne.
So weit, so gut, so blieb mir also eine Stunde, um mich langsam an das Essen hier ranzutasten. Überall auf der Straße gibt es Straßenküchen, wobei Küche wohl eher übertrieben ist. Chicken Wings scheint eine madagassische Erfindung zu sein, überhaupt das Frittieren. An Ständen überall auf der Straße steht Essen. Was genau es ist, kann man nicht erkennen, da das meiste einfach durchfrittiert wurde. Mal sieht man Hühnerbeine- und Flügel, mal sind es Bananen- und Ananasstücke, dann gibt es wieder kleine Küchlein. An die wagte ich mich auch ran, die sogenannten mofo gasch, kleine Reismehlküchlein. Sie schmecken ein bisschen wie meine Pfannkuchen, zu viel Öl und etwas angebrannt, aber insgesamt sehr lecker. Außerdem probierte ich Bananenbrot, ein Teig mit Banane, der, wie hätte man es anders erwartet, frittiert und anschließend in Sesam gewälzt worden war.
Da zum Essen noch einiges folgen wird (so nehme ich an), werde ich noch einmal beschreiben, was ich eigentlich die nächsten Monate mache. Hier in Madagaskar besuche ich Tanja Hock, eine deutsche Hebamme, die mit ihrem Hebammenmobil Schwangerenbetreuung an verschiedenen Standorten in der Stadt durchführt. Sie finanziert sich hauptsächlich aus Spenden und versucht durch ihre Arbeit einem Problem vor Ort Herr zu werden: Junge Frauen, die ihre Neugeborenen in den Müll werfen. Hier werde ich zwei Wochen lang zuschauen und mithelfen, und hoffentlich viel lernen. Das Projekt von Tanja ist eingebunden in ein größeres Projekt, der Mobilen Hilfe Madagaskars, zu dem noch andere Bereiche wie die Buschärzte gehören. Unbedingt mal reinschauen: mobile-hilfe-madagaskar.de
Danach fliege ich nach Äthiopien. In Äthiopien verschiebt sich dann mein Schwerpunkt von Vorsorgen zu praktischer Geburtshilfe. Dort werde ich in Attat, einem Ort ca. 170 km (was 3,5 Fahrtstunden entspricht) von Addis Abeba entfernt, in einer geburtshilflichen Klinik arbeiten. Es finden dort jedes Jahr etwa 3500 Geburten statt, außerdem 800 Sectios. Äthiopien hat eine der höchsten Mütter- und Säuglingssterblichkeiten weltweit, außerdem natürlich mit Problemen wie HIV und Hepatitis B, aber auch Unterernährung und Mangelernährung, schwieriger Verhütung etc. zu kämpfen. Die Klinik wird von Missionsärztlichen Schwestern geleitet, die dort schon seit vielen Jahrzehnten arbeiten und Gutes tun. Seit kurzer Zeit sind auch weitere Frauenprojekte an die Klinik angebunden, in der Frauen beschäftigt werden. Auch diese Klinik hat auf jeden Fall Aufmerksamkeit und Spenden verdient, daher klickt euch mal rein: attat-hospital.de
... comment